UV-A und UV -B

UV - A und UV - B

Was ist UV-Strahlung?

Im Mix der wärmenden Sonnenstrahlen treffen beim Sonnenbad leider auch die gefährlichen UV-Strahlen auf unsere Haut und können sie schädigen.

Sonne und UV-Strahlung - Genuß und Risiko

Wenn die Sonne scheint, hebt sich unsere Stimmung, daß fühlen wir besonders in den ersten Frühlingstagen. Sonne ist ein Wohlgenuß für unsere Psyche - doch Vorsicht! Sie hat auch ihre Schattenseiten. So hat sich beispielsweise das Krebsrisiko seit 1950 versechsfacht. Es ist also Vorsicht geboten, denn, um die Sonne richtig zu genießen, führt kein Weg daran vorbei, sich auch mit den Risiken auseinanderzusetzen. Um mehr über die "Sonnen- und Schattenseiten" zu erfahren, sollten sie diesen bericht lesen.

Warum tut Sonnenbaden gut?
Die Sonne wirkt direkt auf unsere Psyche ein, denn das Sonnenlicht löst hormonelle Reaktionen aus, die den Stoffwechsel anregen.
Unser Körper setzt euphorisch stimmende Stoffe frei und entspannt sich.
Kurz um: Wenn die Sonne scheint, geht es uns gut. Das Sonnenlicht spielt nicht nur für unsere Gesundheit, sondern auch für unser Wohlbefinden eine wichtige Rolle, da UV-Licht für die Umwandlung von Vorstufen des Vitamin D im Körper verantwortlich ist.


Was genau ist UV-Strahlung?
Die Sonne schickt ein ganzes Bündel verschiedener Strahlen auf die Erde. Gut die Hälfte ist sichtbares Licht, fast 44 Prozent bestehen aus Wärme, UVA- und UVB-Strahlen machen gut vier Prozent aus.
UV-Strahlung ist im Spektrum des Sonnenlichts enthalten.
Diese ultraviolette Strahlung ist für das menschliche Auge nicht sichtbar.
Sie wird in UVA, UVB und UVC unterteilt. Während die UVC-Strahlen vollständig von der Ozonhülle herausgefiltert werden, sind wir Teilen der UVB- und UVA-Strahlung ausgesetzt.


Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlung?
Die UV-Strahlung wird in die kurzwellige UVB- und die langwellige UVA-Strahlung unterteilt. Für Sonnenbrand sind hauptsächlich die UVB-Strahlen verantwortlich. Wenn die Haut vorzeitig altert, so liegt das vor allem an den UVA-Strahlen. UVB ist der aktivste Bestandteil des Sonnenlichtes. Er ist für viele sonnenbedingte UV-Wirkungen in der Natur verantwortlich. UVB regt beispielsweise unsere Pigmentzellen zur Bildung des braunen Melanins an, das wir als gesunde Sommerbräune so sehr schätzen. Zuviel UVB schädigt die Haut und kann nach Jahren oder Jahrzehnten Hautkrebs begünstigen.


Sind UVA-Strahlen völlig ungefährlich für die Haut?
Die bisherige Forschung hat sich hauptsächlich auf die Risiken der UVB-Strahlen konzentriert. Jetzt werden auch zunehmend die Auswirkungen der UVA-Strahlung untersucht. So wird heute bei Sonnenschutzcremes, die ausschließlich UVB-Filter enthalten zur Vorsicht gemahnt. Diese schützen zwar vor Sonnenbrand, verlängern aber gleichzeitig die ungehinderte Einwirkzeit der UVA- Strahlen. Dies kann gefährliche Folgen im Hinblick auf frühzeitige Hautalterung haben. Doch nicht nur das:
Nach neuesten Erkenntnissen trägt auch UVA- Strahlung zur Hautkrebsbildung bei. Aus diesen Gründen sollte dringend ein Sonnenschutzmittel verwendet werden, das UVA- und UVB-Filter enthält.


Warum wird die Haut bei der Einwirkung von UV-Strahlung braun?
Bräunung ist der Schutzmechanismus unserer Haut. Treffen UV-Strahlen auf die Haut, so verdickt sich die obere Hornschicht und bildet die sogenannte Lichtschwiele. Diese reduziert die einfallenden UVB-Strahlen. Dringen UVB-Strahlen weiter in die Haut vor, so wird in tieferen Hautschichten das Pigment Melanin gebildet, das sich als "Schutzkappe" über den Zellkern legt. Die Haut wird braun. Das Melanin absorbiert das UV-Licht und schützt die Haut vor Schäden.


Wie kann ich mich vor Sonnenbrand schützen?
Die einfachsten "Sonnenschutzmittel" sind Schatten und Kleidung. Wer allerdings nicht auf Sonnenbaden verzichten will, für den gilt: Maß halten. Auch die Haut braucht Ruhepausen, vor allem in der Mittagssonne. Sonnenschutzmittel sind ein absolutes Muß bei direkter Sonneneinstrahlung. Sie entfalten ihre volle Wirksamkeit, wenn sie 30-45 Minuten vor Beginn der Sonnenbestrahlung aufgetragen werden. Außerdem gilt: Kein Präparat erhält seinen vollen Schutzfaktor nach Wasserkontakt, auch nicht sogenannte "wasserfeste" Präparate. Nach dem Baden oder Duschen und spätestens nach zwei Stunden, sollte das Lichtschutzmittel erneut aufgetragen werden.


Kann man verschiedene Hauttypen unterscheiden?
In Mitteleuropa werden 4 Hauttypen unterschieden. Der Hauttyp steht in direktem Zusammenhang mit der Sonnenempfindlichkeit. Entscheidend ist der Zeitraum, den man ohne Sonnenschutz in der Mittagssonne verbringen kann. Typ 1 kann 5-10 Minuten in der Sonne bleiben; wird nicht braun und bekommt immer Sonnenbrand. Typ 2 verträgt 10-20 Minuten Mittagssonne, wird kaum braun und bekommt sehr oft Sonnenbrand. Typ 3 kann sich 20-30 Minuten sonnen, wird gut braun und bekommt selten Sonnenbrand. Typ 4 kann 40 Minuten sonnenbaden, wird schnell und tief braun und bekommt (fast) nie Sonnenbrand.


Welchen Lichtschutzfaktor soll ich verwenden?
Ist ihr Hautyp 1, dann sollten Sie ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 benutzen. Für den Hauttyp 2 wird ein Lichtschutzfaktor im Bereich 9-14 empfohlen. Menschen mit Hauttyp 3 benötigen den Lichtschutzfaktor 5-8. Für Hauttyp 4 genügt bereits Lichtschutzfaktor 2-4. Ein höherer Lichtschutzfaktor als 15 ist zwecklos, da dieser schon über 90% der UVB Strahlen absorbiert.
Die Besonnungszeit läßt sich also durch einen entsprechend höheren Lichtschutzfaktor nicht beliebig verlängern. Deshalb lieber ein paar Minuten zu früh in den Schatten gehen, als ein paar Minuten zu spät. Übrigens: Am schonendsten und intensivsten wird man im Schatten braun.


Was muß ich beim Solariumbesuch beachten?
Beim Besuch eines Solariums sollte man sich über die Art der Strahlungsquelle genau informieren. UVA-Hochleistungsstrahler wie zum Beispiel Turbobräuner schirmen fast gänzlich UVB-Strahlung ab. Die Stärke ihrer bräunenden UVA-Strahlung wurde gegenüber der Sonne vervielfacht, um die Bestrahlungszeit kurz zu halten. Der Nachteil der hohen UVA Dosis: Sie beschleunigt das Altern der Haut und kann zu Hautkrebsbildung führen.
Die Wirkung der Geräte mit mittlerem UVB-Anteil , beispielsweise der meisten Heimsolarien, ist mit der Wirkung der Sonne vergleichbar. Das bedeutet: Bei gedankenloser übermäßiger Bestrahlung mit diesen Lampen ist ein erhöhtes Krebsrisiko nicht auszuschließen. Die Höhensonne mit ihrem hohen UVB-Anteil ist der wohl bekannteste UV-Hochdruckstrahler. Er ist so gefährlich, daß man ihn überhaupt nicht verwenden sollte. Generell gilt: Die Zahl der Sonnenbäder soll etwa 50 pro Jahr nicht überschreiten.


Ist es sinnvoll sich für einen Urlaub im Solarium vorzubräunen?
Eine medizinisch kontrollierte UV-Therapie mit Strahlungsgeräten in der Praxis ist zur Vorbeugung der Sonnenallergie, einer sogenannten polymorphen Lichtdermatose, einer UV-Unverträglichkeit und dem bilden von Knötchen und Juckreiz sinnvoll.


Was müssen Eltern für ihre Kinder beachten?
Kinder verbringen weitaus mehr Zeit im Freien als Erwachsene. Schon von daher ist die Gefahr eines Sonnenbrandes für sie besonders groß. Die Haut von Kindern ist um ein vielfaches dünner und empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Sie besitzt auch noch keinen Eigenschutz (Fähigkeit zur Pigmentierung und Lichtschwielenbildung).
Dieser baut sich erst langsam ab dem zweiten Lebensjahr auf. Bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollten Sie ihr Kind deshalb überhaupt nicht der prallen Sonne aussetzen. Selbst im Schatten ist für Babys ein Sonnenschutzmittel an den nicht von Kleidung geschützten Hautpartien ratsam, weil die Kleidung und der Sonnenschirm die Strahlung nur teilweise abhält. Auch bei bedecktem Himmel eincremen, denn die Strahlung dringt durch die Wolken. Beim Baden gilt: Das Baby gleich nach dem Planschen abtrocknen, da Wasserflecken auf der Haut wie ein Brennglas wirken. Als Sonnenschutz sind Cremes und Lotions mit hohem Lichtschutzfaktor für Kinder empfehlenswert. Hierzu gibt es Präperate mit physikalischem Lichtschutz, d.h. mit Partikeln, die die Sonnenenergie aufnehmen. So kann chemischer Lichtschutz eingespart werden.


Angenommen ich entdecke eine Hautveränderung, wie sollte ich mich dann verhalten?
Um die Entstehung eines schwarzen Hautkrebses zu verhindern, sollte man sorgsam und regelmäßig beobachten, ob und wo sich Leberflecken am Körper befinden. Hierzu gibt es eine leicht zu merkende Regel, die zu erkennen hilft, wann von einem Leberfleck Gefahr ausgehen könnte; sie wird die "A-B-C-D-Regel" genannt. "A" steht für Asymmetrie, "B" für Begrenzung unregelmäßig, "C" für "Colorit" (wechselhafte Pigmentierung) und "D" für Durchmesser größer als 5mm. Je mehr dieser Punkte für einen Leberfleck zutreffen, desto genauer muß dieser beobachtet werden. Besonders hier gilt: Lassen sie sich rechtzeitig vom Hautarzt untersuchen - lieber einmal zuviel, als einmal zu wenig.



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